Über dieses Projekt

4409.de dokumentiert einen laufenden Rechtsstreit um NS-enteignetes Bankguthaben — transparent, quellenbasiert und öffentlich zugänglich.

Was wir dokumentieren

Diese Website dokumentiert den Rechtsstreit der Nachfahren von Arthur Levy gegen die Sparkasse an Volme und Ruhr (Sparkasse Hagen) wegen eines in der NS-Zeit enteigneten Bankguthabens auf Konto Nr. 4409. Arthur Levy war Schweizer Staatsbürger jüdischer Herkunft. Seine Frau Erna Cohen-Levy erhielt 1932 eine Mitgift von ihrem Vater Simson Cohen, die auf dieses Konto eingezahlt wurde. Das Guthaben wurde nie ausgezahlt.

Das Projekt begleitet alle Instanzen des Verfahrens: Landgericht Hagen (2023), Oberlandesgericht Hamm (2025, Az. I-31 U 10/24), Bundesgerichtshof (NZB anhängig) sowie Aufsichtsbeschwerden bei BaFin und EBA. Alle Dokumente und Belege sind, soweit rechtlich möglich, öffentlich zugänglich gemacht.

Für wen diese Seite gemacht ist

4409.de richtet sich an Journalistinnen und Journalisten, Historikerinnen und Historiker, Juristinnen und Juristen sowie alle Menschen, die sich für NS-Restitution, nachrichtenlose Vermögenswerte und den Umgang deutscher Sparkassen mit diesem Erbe interessieren. Betroffene mit ähnlichen Fällen finden hier rechtliche Hintergründe, Quellen und Kontaktmöglichkeiten.

Wer dieses Projekt betreibt

Das Projekt wird von einem direkten Nachfahren Arthur Levys betrieben. Ziel ist nicht nur die Durchsetzung des individuellen Anspruchs, sondern auch die öffentliche Dokumentation eines strukturellen Versagens: Über 80 Jahre nach Kriegsende verweigern Teile des deutschen Bankensystems weiterhin Transparenz über NS-Konten.

Alle Angaben auf dieser Seite beruhen auf Primärquellen (Schweizerisches Bundesarchiv Bern, Gerichtsakten, offizielle Korrespondenz) oder sind als Klägerangaben kenntlich gemacht. Die vollständige Quellenübersicht finden Sie unter Quellen und Referenzen.